Stromerzeugung

Um den Strombedarf angeschlossener Geräte zu decken muss Strom erzeugt werden, wobei Energie in elektrischen Strom umgewandelt und über das Stromnetz bereitgestellt wird.

Atomkraftwerk

Den billigsten Strom erzeugen bekanntlich Atomkraftwerke, wovon die meisten in der russischen Förderation, Frankreich und in einigen Ostblockstaaten zu finden sind. Von dort bezieht Deutschland auch einen beträchtlichen Teil seines Energiehungers. Weitläufig bekannt ist, dass man das Abschalten deutscher Atommeiler auf höchster politischer Ebene beschlossen hat. Aufgrund des stetig steigenden Ölpreises sind nun allerdings wieder Diskussionen um eine Laufzeitverlängerung in Gang gekommen, da der enorme Energiebedarf einer Industrienation wie Deutschland nicht allein aus regenerativen Energien gelingen kann. Außerdem stellt das Herstellen sehr sicherer Atomkraftwerke  mit Hilfe deutscher Technologie für unsere Volkswirtschaft und der Konjunktur eine große Herausforderung dar.
Atomstrom erzeugt man dadurch, dass man Uranatome zu einer Spaltung in viel kleinere Teilchen bewegt, wodurch eine immense Energie freigesetzt wird. Die dabei entstehende Wärme verwendet man zum Erhitzen von Wasser. Das dann kochende Wasser verdampft, steigt auf und setzt eine Turbine in Drehbewegung. Das sich spaltende Uran setzt, wie gesagt, eine ungeheure Menge an Wärme frei. Das führt normalerweise dazu, dass sich noch mehr Atome spalten wollen und noch mehr Hitze erzeugen. Hier würde jetzt eine Kettenreaktion einsetzen, die der Mensch zu unterbinden versucht, indem der Reaktionskern permanent mit in der Nähe befindlichem Wasser gekühlt wird Atommeiler sind weitläufig an ihren hohen Kühltürmen zu erkennen, die genau diese Funktion besitzen. Natürlich sind Kohlekraftwerke auch mit solchen Kühlanlagen ausgerüstet, die hier aber mehr den Wasserdampf wieder in flüssiges Wasser umwandeln sollen.

Kohlekraftwerk

Als Nächstes sei hier der Kohlestrom erwähnt, der, man ahnt es schon, aus der Verbrennung von Stein-bzw. Braunkohle gewonnen wird. Alles bei Weitem nicht so gefährlich wie Atomstrom aber auch nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss. Bei dieser Variante verbrennt man die Kohle wie früher in heimischen Kaminöfen und erzeugt dadurch Wärme. Wasser wird zum Verdampfen gebracht, steigt  auf und versetzt auch wieder eine Turbine in Drehbewegung. Der Nachteil hier ist allerdings das Freisetzen erheblicher Mengen an CO2, welches dem Erdklima bekannterweise nicht gerade zuträglich ist. Die dabei freigesetzten Russpartikel, Schwefeldioxide und Nitrate werden in unserer modernen Industrie glücklicherweise durch Filter und Katalysatoren zurückgehalten und gelangen nicht mehr in die Umwelt.
Die Kohleförderung wird in Deutschland zudem stark subventioniert, was in mittlerer Zukunft eher negativ zu bewerten sein dürfte.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Im kleinerem Maßstab wurde eine Zeit lang gewisse BlockHeizKraftWerke (BHKW) errichtet. Bei dieser Methode verbrennt leichtes Heizöl, treibt einen Motor an (wie im Auto), der wiederum einen kleinen Generator in Drehung versetzt. Gleichzeitig wird die dabei entstehende Wärme für den eigenen Haushalt mittels Zentralheizung genutzt. Kraft Wärme Kopplung nennt sich das System, speist selbst erzeugten Strom ins öffentliche Netz und ersetzt die alte Ölheizung. Da der Ölpreis und der CO2 Ausstoß aber auch hier eine Rolle spielt, gerät diese Art der Energiegewinnung wohl demnächst immer weiter ins  Abseits und gehört nicht unbedingt zu den alternativen Energien.     

Solarkraftwerk

Solarenergie gewinnt man mittels sogenannter Photovoltaikanlagen. Diese bestehen aus Siliziumplatten, die die Eigenschaft besitzen, aus Sonnenlicht Elektroenergie zu erzeugen. Sie gehört zur alternativen Energiegewinnung und wird staatlich erheblich gefördert und ausgebaut. Eine Menge Solar bestückter Dächer zeugt davon. In naher Zukunft soll ein riesiges Solarfeld in der afrikanischen Wüste projektiert werden, um Europa zum Teil über Landleitungen zu versorgen. Als Nachteil sind hier die hohen Preise und die erhebliche Energiemenge, die zur Erzeugung gebraucht wird, zu nennen.

Windkraftwerk

Eine weitere Alternativenergiegewinnung stellen die Windkraftwerke dar. Bei dieser Form wird der natürlich vorkommende meteorologische Luftzug genutzt, um Windräder zum Drehen zu bewegen. Diese Alternative wird ebenfalls breit gefördert, was landläufig auf unseren Feldern zu beobachten ist. Des Weiteren sind neue großflächige Offshore Anlagen in Planung, die neben den schon bestehenden eine erhebliche Energiemenge bereitstellen. Ein riesiger Industriezweig ist in den letzten Jahren entstanden, der maßgeblich zur  Volkswirtschaft und zu hoher Beschäftigung beiträgt.

Biokraftwerk

Weiterhin nehmen Biokraftwerke eine immer bedeutendere Rolle ein. Nicht ganz so ausgefeilt und gefördert stellen sie doch eine sehr gute Alternative zu umweltschädigenden Erzeugungsmethoden dar. Einige große Landwirtschaftsbetriebe und kleinere Kommunen erzeugen heute schon sehr erfolgreich ihren eigenen Strom und nebenbei die benötigte Wärme.

Gezeitenkraftwerk

Als Letztes soll hier die Energiegewinnung durch Gezeitenkraftwerke und Staudämme erwähnt werden. Bei dieser Technologie lässt man die Wasserbewegung durch Ebbe und Flut für sich arbeiten, indem man, wie bei den Windmühlen, Flügelräder zum Drehen bewegt. Eigentlich die Umkehrfunktion einer Schiffsschraube. Beim Staudamm wird hingegen das angestaute Wasser in die Tiefe fallengelassen um es vorher aber durch Turbinen zu leiten. Das Prinzip ist bei Wind- Gezeiten- und Wasserkraftwerken das Gleiche. Eines der saubersten Energieerzeugungsmethoden, setzt allerdings Gezeiten bzw. große Flüsse voraus. Deutschland ist da eher benachteiligt, weshalb diese Energie wenig zum Etat beiträgt.

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